Biobasierte Technologie: Transparenter Einblick in biobasierte Rohstoffe
Biobasierte Technologie: Transparenter Einblick in biobasierte Rohstoffe für Farben und Beschichtungen
Erneuerbare Rohstoffe gewinnen in der Farben- und Lackbranche zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach klaren und fundierten Informationen. Denn was bedeutet „biobasiert“ genau? Wie wird ein solcher Prozentsatz ermittelt? Wann darf ein Produkt diese Bezeichnung tragen?
Mit „Biobased Technology“ wird der Anteil biobasierter Rohstoffe auf transparente Weise sichtbar gemacht. Produkte mit dieser Kennzeichnung enthalten mindestens 25 % biobasierte Rohstoffe. Dieser Anteil wird unabhängig durch eine C14-Analyse gemäß der Norm NEN-EN 16640 ermittelt.
So entsteht ein klares und überprüfbares Bild vom Anteil erneuerbarer Rohstoffe, der tatsächlich in einem Farbprodukt enthalten ist.
So verfügen professionelle Maler und Verbraucher über klare und überprüfbare Informationen, um Produkte miteinander zu vergleichen.
Kurz zusammengefasst: Was ist Biobased Technology?
- „Biobased Technology“ ist eine Kennzeichnung für Produkte, die mindestens 25 % biobasierte/erneuerbare Rohstoffe enthalten.
- Der biobasierte Anteil wird unabhängig durch eine C14-Analyse gemäß der Norm NEN-EN 16640 ermittelt.
- Die Messung zeigt, welcher Anteil des vorhandenen Kohlenstoffs aus erneuerbaren Quellen stammt.
- „Biobased Technology“ bietet einen transparenten und überprüfbaren Einblick in Produktinformationen.
- Der biobasierte Anteil gibt Aufschluss über die Herkunft der Rohstoffe, sagt jedoch nicht automatisch etwas über die gesamten Umweltauswirkungen eines Produkts aus.
Wann kommt ein Produkt für „Biobased Technology“ in Frage?
Nicht jedes Produkt, in dem biobasierte Rohstoffe verarbeitet sind, kommt automatisch für die Kennzeichnung „Biobased Technology“ in Frage. Um diese Kennzeichnung tragen zu dürfen, muss ein Produkt einige klare Voraussetzungen erfüllen.
Um die Bezeichnung „Biobased Technology“ zu erhalten, muss ein Produkt:
- mindestens 25 % biobasierte Rohstoffe enthalten;
- unabhängig analysiert worden sein;
- einen überprüfbaren biobasierten Anteil aufweisen;
- transparent über den festgestellten Anteil informieren.
Dadurch entsteht mehr Klarheit. Nicht nur hinsichtlich des Vorhandenseins biobasierter Rohstoffe, sondern auch hinsichtlich der Art und Weise, wie der Anteil ermittelt wurde.
Übersicht über Produkte mit Biobased Technology
Im Ralston-Sortiment sind verschiedene Produkte mit Biobased Technology erhältlich.
Für jedes Produkt wird der ermittelte biobasierte Anteil separat angegeben. So ist sofort ersichtlich, welcher Prozentsatz an biobasierten Rohstoffen enthalten ist und wie dieser ermittelt wurde. Auf diese Weise entstehen klare Produktinformationen, die auf messbaren Daten und einer unabhängigen Bewertungsmethode basieren. Der genaue Anteil an biobasierten Rohstoffen ist auf den einzelnen Produktseiten angegeben.
Ralston-Produkte mit mehr als 25 % biobasierten Rohstoffen
Wandfarbe >25%
Lack >25%
Grundierung >25%
Ralston-Produkte mit mehr als 40 % biobasierten Rohstoffen
Lack >40%
Beize >40%
Grundierung >40%
Ralston-Produkte mit mehr als 80 % biobasierten Rohstoffen
Wandfarbe >80%
Was sind biobasierte Rohstoffe?
Biobasierte Rohstoffe sind Rohstoffe, die ganz oder teilweise aus erneuerbaren Quellen stammen. Dazu gehören beispielsweise Pflanzenöle, natürliche Harze, Biomasse und andere Rohstoffe, die nachwachsen oder erneuerbar verfügbar sind.
Diese Rohstoffe unterscheiden sich von fossilen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle. In Farben und Lacken können biobasierte Rohstoffe als Alternative für einen Teil der herkömmlichen fossilen Rohstoffe eingesetzt werden. Der Anteil an biobasierten Rohstoffen kann dabei von Produkt zu Produkt variieren.
Was versteht man unter fossilen Rohstoffen?
Fossile Rohstoffe sind Rohstoffe, die aus Erdöl, Erdgas oder Kohle gewonnen werden. Diese natürlichen Kohlenstoffquellen werden seit vielen Jahren für die Herstellung verschiedenster Materialien verwendet, darunter Farben und Beschichtungen.
Da fossile Rohstoffe nicht erneuerbar sind, wächst das Interesse an Alternativen aus erneuerbaren Quellen. Biobasierte Rohstoffe können dabei je nach Anwendung und Produktzusammensetzung einen Teil der herkömmlichen fossilen Rohstoffe ersetzen.
Warum wird eine Untergrenze von 25 % angewendet?
Ein „Biobased Technology“-Logo erhält erst dann Bedeutung, wenn klar ist, ab welchem Anteil es angewendet wird. Aus diesem Grund wird im Rahmen von „Biobased Technology“ eine Mindestgrenze von 25 % festgelegt. Diese Entscheidung stellt sicher, dass die Bezeichnung „ “ mehr aussagt als nur das Vorhandensein einer begrenzten Menge biobasierter Rohstoffe.
Eine klare Untergrenze:
- verhindert Verwirrung bei sehr geringen Prozentsätzen;
- macht Produkte besser vergleichbar;
- fördert eine transparente und einheitliche Kommunikation;
- trägt zur korrekten Interpretation von Produktinformationen bei.
So entsteht mehr Klarheit für alle, die Produkte bewerten, verschreiben oder anwenden.
Eine zuverlässige Angabe beginnt mit einer zuverlässigen Messmethode.
Deshalb wird der biobasierte Anteil nicht aus Annahmen oder theoretischen Berechnungen abgeleitet. Für Produkte mit Biobased Technology wird eine unabhängige C14-Analyse gemäß NEN-EN 16640 durchgeführt.
Diese Methode untersucht das Produkt selbst und ermittelt, welcher Anteil des vorhandenen Kohlenstoffs aus erneuerbaren Quellen stammt. So wird ein objektives Messergebnis erzielt, das überprüfbar und reproduzierbar ist.
Was beinhaltet eine C14-Analyse?
Die C14-Methode nutzt die Kohlenstoffdatierung, um zwischen fossilem und biobasiertem Kohlenstoff zu unterscheiden. Auf diese Weise lässt sich bestimmen, welcher Anteil des vorhandenen Kohlenstoffs aus nachwachsenden Rohstoffen stammt.
Die Analyse:
- misst den tatsächlichen Anteil an erneuerbarem Kohlenstoff;
- untersucht das Endprodukt selbst;
- unterscheidet zwischen fossilem und biobasiertem Kohlenstoff;
- liefert ein objektives und überprüfbares Ergebnis.
Was ist NEN-EN 16640?
Wenn Ergebnisse miteinander verglichen werden, ist eine einheitliche Messmethode unerlässlich. Die EN 16640 ist eine europäische Norm.
NEN-EN 16640 beschreibt, wie der Anteil an biobasiertem Kohlenstoff in einem Produkt bestimmt wird. Dank dieses standardisierten Ansatzes entsteht ein Messergebnis, das unabhängig überprüft, wiederholt und verglichen werden kann.
C14-Methode und Massenbilanz: zwei unterschiedliche Ansätze
Die C14-Methode (NEN-EN 16640 / EN 16785-1) und die Massenbilanzmethode (EN 16785-2) werden beide verwendet, um Aufschluss über die Verwendung nachwachsender Rohstoffe zu geben, tun dies jedoch auf unterschiedliche Weise. Die C14-Methode analysiert das Endprodukt selbst und misst den tatsächlichen Anteil an erneuerbarem Kohlenstoff, der im Produkt vorhanden ist. Dadurch wird der biobasierte Anteil physikalisch gemessen und objektiv ermittelt.
Die Massenbilanzmethode funktioniert anders. Es handelt sich hierbei um eine administrative Zuordnungsmethode, die die Rohstoffströme innerhalb der Produktionskette verfolgt. Auf dieser Grundlage wird einem Produkt ein Anteil an biobasierten Rohstoffen zugeordnet. Diese Methode wird vor allem zur Nachverfolgung und Zertifizierung von Rohstoffströmen eingesetzt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die C14-Methode das Endprodukt analysiert, während die Massenbilanzmethode die Rohstoffströme innerhalb der Kette verfolgt. Beide Methoden haben ihren jeweiligen Anwendungsbereich, doch während die Massenbilanzmethode auf einer administrativen Zuordnung basiert, misst die C14-Methode den tatsächlich im Endprodukt vorhandenen Anteil an erneuerbarem Kohlenstoff.
Warum klare Informationen über biobasierte Rohstoffe wichtig sind
Wer heute Produkte vergleicht, schaut oft über die rein technischen Leistungsmerkmale hinaus.
Auch Informationen über Rohstoffe, Zusammensetzung und verwendete Messmethoden spielen in Ausschreibungen, Projektunterlagen und Produktvergleichen eine immer größere Rolle.
Deshalb reicht es nicht aus, dass Informationen lediglich verfügbar sind. Sie müssen auch überprüfbar und korrekt belegt sein. Eine klare Untergrenze, eine unabhängige Analyse und eine standardisierte Messmethode tragen dazu bei, diese Transparenz zu gewährleisten.
Was sagt ein Bioanteil aus – und was nicht?
Ein Biobasierungsanteil gibt Aufschluss über die Herkunft der Rohstoffe. Er macht sichtbar, welcher Anteil des enthaltenen Kohlenstoffs aus erneuerbaren Quellen stammt.
Gleichzeitig erzählt dieser Prozentsatz nicht die ganze Geschichte über ein Produkt. Eigenschaften wie technische Leistung, Lebensdauer, Wartungsintervalle und Rohstoffverbrauch bleiben mindestens ebenso wichtig.
Wer Produkte bewertet, sollte daher am besten mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigen.
Biobased Technology im Ralston-Sortiment
„Biobased Technology“ macht sichtbar, welche Produkte einen nachweisbaren Anteil an biobasierten Rohstoffen enthalten und wie dieser Anteil ermittelt wurde.
Durch die Verwendung einer unabhängigen Messmethode und einer klaren Untergrenze entstehen Produktinformationen, die transparent, überprüfbar und vergleichbar sind.
So entsteht ein klares Bild vom Anteil erneuerbarer Rohstoffe in einem Produkt, basierend auf messbaren Daten und einer unabhängigen Analyse.
Häufig gestellte Fragen über Biobased Technology
„Biobased Technology“ ist eine Bezeichnung für Produkte, die mindestens 25 % biobasierte bzw. erneuerbare Rohstoffe enthalten. Der biobasierte Anteil wird unabhängig mittels einer C14-Analyse gemäß NEN-EN 16640 ermittelt.
Biobasierte Rohstoffe sind Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen, wie beispielsweise Pflanzenöle, Biomasse oder andere natürliche Rohstoffströme.
Der biobasierte Anteil wird mittels einer C14-Analyse ermittelt. Diese Methode bestimmt, welcher Teil des vorhandenen Kohlenstoffs aus erneuerbaren Quellen stammt und welcher Teil aus fossilen Rohstoffen.
Eine C14-Analyse misst den tatsächlichen Anteil an erneuerbarem Kohlenstoff im Endprodukt. Bei der Massenbilanzmethode werden die Rohstoffströme innerhalb der Lieferkette verfolgt und bestimmten Produkten administrativ ein Anteil zugewiesen.
Nein. Ein biobasierter Prozentsatz gibt Aufschluss über die Herkunft der Rohstoffe. Für eine umfassendere Bewertung spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise Lebensdauer, Wartungsintervalle, Rohstoffverbrauch und CO₂-Bilanz.
Die Untergrenze von 25 % stellt sicher, dass die Bezeichnung „Biobased Technology“ auf einem bedeutenden Anteil biobasierter Rohstoffe basiert und nicht auf einer sehr geringen Menge. Dadurch wird deutlich, wann ein Produkt tatsächlich nachweisbar biobasierte Rohstoffe enthält.